Volldampf und Diesel in Lindlar – Oldtimer und Gegrilltes im Engelsgarten, Zerreißproben und da Vinci, Bismarck und China, Fliegen und Pulver im Bergischen

Bergischer Ring e.V. - Sonntag auf ExtraTour! - Partner der Bergischen Gesellschaft

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Liebe Gäste, Partner, Freundinnen und Freunde des Bergischen Rings!

Gehen Sie im Bergischen Land auf ExtraTour. An jedem Wochenende Lebendige Museen und Quicklebendige Industriegeschichte. Kombiniert mit Schloss Burg, der wunderschönen Bergischen Landschaft, einem Bummel durch eine der schönen Bergischen Altstädte und ‚Essen und Trinken‘ - entspannt und erholsam.

Unsere Vereine sind aktiv, und zudem passiert immer etwas bei unseren Partnern und Freunden. Darüber informiert Sie der RingBrief - damit es Ihnen am Wochenende nicht langweilig wird.

1. Zuerst meine ‚Bergisches Land Empfehlung‘:

Freilichtmuseum Lindlar: „Volldampf voraus!“

Großes Dampfmaschinen- und Trecker-Treffen   -   Samstag und Sonntag   -   10 - 18 Uhr

Alle zwei Jahre wird das Freilichtmuseum Lindlar des Landschaftsverbandes Rheinland zu einer faszinierenden Schaubühne für schnaubende Dampfmaschinen, knatternde Trecker und blank polierte Dampfmaschinenmodelle. Das Treffen gehört zu den größten in Deutschland! Über 400 Aussteller präsentieren ihre technischen Raritäten. Mächtige stationäre Dampfmaschinen zeigen Ihnen beim Sägen von Holz, beim Schmieden oder beim kraftvollen Zerkleinern von Steinen ihre volle Kraft.

Premiere feiert die Vorführung einer „historischen Baustelle“. Im Mittelpunkt steht hier die in Mailand von der Firma Breda gefertigte Dampfwalze. Sie bringt gewaltige 16 Tonnen auf die Straße und vermittelt einen authentischen Eindruck, wie Straßenbau in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts betrieben wurde. Ein weiteres Highlight ist die über 100 Jahre alte Dampfspritze des Feuerwehrmuseums Salzbergen. Sie zählt zu den wenigen funktionsfähigen Dampfspritzen in Europa. Ein kräftiger Wasserstrahl ist ihr Markenzeichen. Ein Prachtstück ist die Kirmes-Zugmaschine „Hendrina“. Sie wurde 1913 von der bekannten britischen Firma Garrett & Sons gebaut, und sie erinnert an die Blütezeit der großen bunten Jahrmärkte, in der Dampftraktoren nicht nur als Zugmaschinen eingesetzt wurden, sondern auch Generatoren antrieben, damit die vielen bunten Lampen der Kirmes leuchteten.

Auch Dieselmotoren kommen groß zum Einsatz. Über 200 Traktoren und Unimogs aus der Zeit von 1929 bis 1969 sind zu bewundern. Darunter der Neuzugang in der Traktorensammlung des Museums, der „Deutz MTZ“ von 1930, den das Museum aus der Motorensammlung der Deutz AG übernehmen konnte. Verkaufsstände für Ersatzteile, Publikationen und vieles mehr aus dem Bereich der Landtechnik laden zum Stöbern und Kaufen ein. Ein umfangreiches Museumsprogramm mit zahlreichen Vorführungen aus den Bereichen Handwerk, Hauswirtschaft und Feldarbeit rundet das Wochenende ab. Für Kinder gibt es besondere Mitmach-Programme.

Für das leibliche Wohl sorgt unter anderem die Museumsgaststätte Naumanns im Lingenbacher Hof. Getränke und Grillspezialitäten an mehreren Ständen im Museumsgelände. Am historischen Kiosk aus Wermelskirchen gibt es neben Süßigkeiten und Spielzeug wieder Vegetarisches und frisch gebrannte Mandeln. An weiteren Ständen Fischspezialitäten, Spanferkelbrötchen und Kaffee und Kuchen.

Die Veranstaltung „Volldampf voraus“! findet traditionell in Zusammenarbeit mit dem Treckerclub Müllenbach e.V. statt.

Die Nordkasse des Museums ist geöffnet. Die Ausweichparkplätze sind gut ausgeschildert und durch Buspendelverkehr mit dem Museumseingang verbunden.

Eintritt: Erwachsene 9,- Euro; Kinder bis 18 Jahre frei. Information: Museumsladen: 0 22 66 - 47 19 20 http://www.freilichtmuseum-lindlar.lvr.de/de/veranstaltungen/jahresprogramm/volldampf_voraus_/volldampf_voraus_1.html; www.freilichtmuseum-lindlar.lvr.de; www.lingenbacher-hof.de

2. Das Wülfing Museum in der Historischen Textilstadt Wülfing in Radevormwald-Dahlerau

2016 durchgängig geöffnet an jedem (!) Sonntag, 11 bis 17 Uhr. Die Große Dauerausstellung präsentiert Ihnen die Geschichte der Tuchfabrik Johann Wülfing & Sohn und der Textilstadt Wülfing.

Thema des Aktionstages am Sonntag, 17. Juli: „Zerreißproben“

Qualität wurde bei Wülfing immer groß geschrieben. Wie kann man vermeiden, dass ein Stoff lästige Knötchen bekommt, und gibt es einen Faden, der nicht reißt? Textilprüfung zum Anfassen und Mitmachen. Führungen um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr.

Im Museumscafé wie immer Kaffee und Kuchen vom Feinsten und mittags belegte Brötchen - im wunderschönen Historischen Fabriksaal von 1839. Weitere Informationen und Fotos: www.wuelfing-museum.de

Verbinden Sie den Besuch ‚Bei Wülfings’ mit einem Besuch der exzellenten Ausstellung „Leonardo da Vincis Maschinen“, im Gewerbepark Bartels an der Wupper in Radevormwald-Dahlerau. Gleich gegenüber von Wülfing und täglich (!) von 11 - 18 Uhr. Verlängert bis zum 21. August! Jeden Montag: Der Günstige Montag „GüMo“. Erwachsene 4.50 Euro statt 6.50.

Eine hervorragende Ausstellung zu Leonardo da Vinci, der bekannt wurde durch seine Gemälde, allen voran die „Mona Lisa“, und seine Entwürfe von Maschinen wie einem Hubschrauber, die oft Jahrhunderte später erst Wirklichkeit wurden, im Maschinen- und Industriezeitalter. Aufgrund der Zeichnungen da Vincis wurden die Maschinen als meist verkleinerte Modelle nachgebaut. Und in der Ausstellung können alle Modelle von den Besuchern ausprobiert und bedient werden. So erkennt man, wie Technik funktioniert. Auch für Kinder und Jugendliche ein sehr wichtiges Angebot!

Da Vinci, einer der populärsten Künstler der Geschichte, schuf ein ungemein umfangreiches und vielfältiges Werk. Die Nachfolgeausstellung der erfolgreichen Hundertwasserausstellung, die über 6.500 Besucher zählte, im „Gewerbepark Bartels an der Wupper“ - Am Graben 4 - 6, 42477 Radevormwald; Tel 0 21 95 – 93 21 77. Die Ausstellung ist barrierefrei zu erreichen, da Aufzug vorhanden. Führungen am Wochenende 15 und 17 Uhr und auf Anfrage. Information und Reservierungen: 0 29 15 – 93 21 77 (Natali Kloppert), leonardo@radevormwald.de und www.leonardo-radevormwald.de Das Gelände: www.immobilien-begehung.de

Machen Sie zwei Abstecher von Wülfing aus:

Erstens zur Interessengemeinschaft Bismarck-Zweiräder. Die Ausstellung präsentiert rund 40 Fahrräder, Mopeds und Motorräder der Bismarck-Werke. Diese fertigten von 1897 bis 1957 über eine Million Fahrräder, außerdem seit den 1930er Jahren Mopeds und Motorräder. Die Fahrer der „Bismarcks“ machten das, was weder Wilhelm I. noch Wilhelm II. gelang: Sie lenkten ihren „Bismarck“ in die Richtung, die sie wollten. Neu in der Ausstellung: Neuerworbene Museumsfahrzeuge und eine Bilderschau über die Geschichte der Bismarck-Zweiradwerke sowie die erfolgreichen Aktivitäten im Radsport. Historische Bismarck-Zweiräder im Einkaufszentrum - Schloßmacherplatz / Schloßmacherstraße, 42477 Radevormwald. Sonntag, 14 - 17 Uhr; Eintritt frei. Daten zur Firmengeschichte und Bilder der Fahrzeuge: www.bismarck-zweiraeder.de und www.bismarck-moped.de

Und von Wülfing oder Rade-Innenstadt ein Abstecher ins „Asiatische Museum“ in Radevormwald: Auf einer Bergkuppe mit Ausblick auf die schöne, ländliche Bergische Landschaft, aber nur wenige Minuten vom Historischen Stadtzentrum Radevormwalds entfernt, hat der Galerist Peter Hardt zusammen mit seiner aus China stammenden Frau Li ein wahres Meisterstück geschaffen. Aus umgebauten und erweiterten Gebäuden einer alten Hofschaft, neuen Museumsbauten, Gartenflächen und einem China-Garten mit großem Koi-Teich entstand ein äußerst charmantes Ensemble, eine sehr gediegene und ästhetisch gelungene Mischung aus Alt und Modern. Schwerpunkte der Museumssammlung sind Exponate aus Tibet, China und Siam, dem heutigen Thailand. Besonders herausgestellt und erhellend erklärt wird der Buddhismus. Markante Punkte des Freigeländes bilden aufwendig angefertigte Nachgüsse berühmter buddhistischer Bronze-Skulpturen. Peter Hardts Interesse für die Kunst Asiens entstand, als er in seinen jungen Jahren auf den Spuren von Heinz Helfgen (googeln Sie mal!) eine Weltreise mit dem Fahrrad (!) unternahm, die ihn auch nach Asien führte. Cafeteria; für Gruppen auf Wunsch auch Catering. www.asianart-museum.de; Sieplenbusch 1, 42477 Radevormwald; Tel. 02195 – 931676; contact@hardt.de

Von hier erreichen Sie rasch die Schöne Altstadt von Radevormwald.

3. Das Tuchmuseum Lennep - Die Geschichte der alten Bergischen Woll-Metropole

Hardtstraße 2; gegenüber dem Röntgen-Museum, in der Freiherr-vom-Stein-Schule

Sonderausstellung „Kreativ ohne Wände“ Die Wuppertaler TextilkunstGruppe „Roter Faden“ präsentiert innovative Quilt-Arbeiten: Moderne Quilts aus Stoff und Tapete. Bis Ende August

Geöffnet (jeden!) Sonntag von 14.00 (!) bis 17.00 Uhr (Dienstags von 12.00 bis 16.00 Uhr). www.tuchmuseum-lennep.de

Audiovisuelles im Museum: Beim Betreten des Museums hören Sie die Geräusche aus der Weberei. In den Räumen finden Sie eine Infobox, mit Erklärungen zu dem jeweiligen Thema. Besucher mit Smartphone finden QR-Codes zur weiteren Information durch kurze, prägnante Beschreibungen. Öffentliche Führung an jedem ersten Sonntag im Monat, 15 Uhr.

Verbinden Sie Ihren Besuch mit einem Besuch der Lenneper Altstadt - des „Bergischen Rothenburg“ - und des neugestalteten Deutschen Röntgen-Museums. www.roentgenmuseum.de

4. Schloss Burg: Schloss Burg in Solingen-Burg - Die Heimliche Hauptstadt des Bergischen Landes

Die Burg der Bergischen Herzöge und das Bergische Museum zeigen die großen historischen Ereignisse und den Alltag im Bergischen Land vom Mittelalter bis ca. 1900. Die Umgebung lädt zum Wandern ein. Gaststätten, Kunsthandwerker und Hotels bieten Ihnen ein attraktives Angebot. Öffnungszeiten: Montag: 13 – 18 Uhr; Dienstag bis Sonntag: 10 - 18 Uhr  www.schlossburg.de

5. In Wuppertal: Jeden Samstag Oldtimer-Stadtrundfahrt der VhAg / Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft, zusammen mit der Stiftung Regionale Verkehrsgeschichte und der Wuppertal Marketing

Am Samstag (!), Start um 14.00 Uhr. Die Rundfahrt nimmt Sie mit zu den interessanten Orten Wuppertals. Die Route ist so gestaltet, dass Ihnen die bekannten Sehenswürdigkeiten Wuppertals gezeigt werden, Sie aber auch attraktive Ecken und Straßen entdecken können, die viele von Ihnen noch nicht kennen. Ein versierter Reiseleiter begleitet die Tour, der vielerlei Geschichten rund um die Strecke zu erzählen weiß. Gestartet wird um 14.00 Uhr ab der Haltestelle „Historisches Zentrum / Engels-Haus“ in W-Barmen. Dauer: 90 Minuten. Vom Engelshaus bringt Sie der Oldtimerbus auf Ihren Wunsch hin zum Wuppertaler Brauhaus in der Barmer Innenstadt. Preis 14.50 Euro (Kinder 7 Euro).

Im Preis enthalten sind am Tag der Rundfahrt: VRR KombiTicket mit Gültigkeit ÖPNV Wuppertal, Solingen, Remscheid, Hattingen, Sprockhövel, Mettmann, Wülfrath, Velbert, Erkrath, Haan, Hilden, Ennepetal, Schwelm, Gevelsberg, Breckerfeld. Und der Eintritt ins Historische Zentrum (Sa. 10.00 - 18.00 Uhr) sowie ein Gutschein für das Wuppertaler Brauhaus in Barmen für wahlweise 1 Bier oder Softdrink oder 1 Brezel.

Karten gibt es bei Wuppertal-Touristik im City-Center, Schloßbleiche 40 in Elberfeld, per Email an info@wuppertal-marketing.de oder per Telefon unter 02 02 - 563-22 70. Eine Vorbestellung der Karten wird empfohlen! Am Bus werden nur Restkarten verkauft! www.vhag-wsw.de; srvg.de und http://www.wuppertal-marketing.de/fileadmin/kundenbereich/wtal_marketing/bilder/Tourismus/2016/Stadtrundfahrten_1-2016.pdf

6. Oldtimertreffen des AvD-Clubs Wuppertal auf dem Hof des Historischen Zentrums Wuppertal (Engelsstraße 18; 11 - 14 Uhr)

Das Historische Zentrum Wuppertal mit dem Engelshaus liegt zentral an der Talstraße, dem Bahnhof Barmen und der Schwebebahnstation Adlerbrücke mit der ältesten Eisenbrücke Wuppertals (1868) - am schönen Engelsgarten und als Teil der „Kulturinsel Barmen“, zu der z.B. das hervorragende Fünfziger Jahre-Opernhaus gehört.

Ein jeweils wechselndes Angebot von Automobil-Legenden rollt an jedem 3. Sonntag bis Oktober auf den Museumshof: Vom Kleinwagen Messerschmidt Kabinenroller „Menschen in Aspik“ und Citroën „Gangsterwagen“ sowie BMW Achtzylinder 502 „Barockengel“ der Frühen Fünfziger Jahre und vom „Heißen Ofen“ NSU TTS über den NSU RO 80 mit seinem hochinnovativem Wankel-Rotationskolbenmotor bis hin zu Cadillac, Bugatti und Rolls Royce. Genießen Sie automobile Schönheiten, Nostalgie und Geruch der Technik von Gestern, und nutzen Sie die Gelegenheit, „Benzingespräche“ zu führen. Besuchen können Sie auch das sehr gut informierende Museum für Frühindustrialisierung und / oder das Engelshaus, das großbürgerliche Elternhaus Friedrich Engels, des berühmtesten und für viele auch berüchtigsten Sohnes Wuppertals, dem Miterfinder des Marxismus. Im Bistro des „Ankerpunktes“ gibt es kalte und warme Getränke, selbst gebackenen Kuchen und „was Ernstes“, Gegrilltes.

7. Unser Mitgliedsverein „Steffenshammer e.V. - Förderverein für historische Schmiedetechnik“ öffnet am Samstag (!), 16. Juli den Schmiedekotten für Besucher, wie an jedem dritten Samstag von April bis Oktober, von 11 - 17 Uhr. www.steffenshammer.de und www.steffenshammer.de/html/termine_des_steffenshammer.html

Der letzte noch funktionsfähige Schmiedekotten im Gelpetal und Repräsentant der Bergischen Schmiedegeschichte der letzten 250 Jahre: Der Hammer wurde im Jahre 1746 am Ort eines älteren Vorgängers errichtet. Neben der Herstellung von Werkzeugen und Kleineisenwaren wurde dort Raffinierstahl geschmiedet, ein hochwertiger Werkzeugstahl seiner Zeit. Der Hammer ist ein Schwanzhammer mit hölzernem „Viergespann“. Als einziger funktionstüchtiger Bergischer Wasserhammer hat er noch die ursprüngliche Bauart aus dem 18. Jahrhundert. Bis 1928 war er in Betrieb und im Besitz der Familie Steffens, daher sein heutiger Name. Noch bis zum Jahr 1958 wurde er für gelegentliche Arbeiten genutzt. Dann übernahm ihn die Stadt Remscheid, er diente dem Deutschen Werkzeugmuseum als Außenstelle zu Schauzwecken. Anfang 2009 erwarb der Steffenshammer e.V. als Förderverein für historische Schmiedetechnik den Hammer, um ihn der Öffentlichkeit zu erhalten.

Der Bach Gelpe wird in einem Teich angestaut. Ein oberschlächtiges Wasserrad nutzt so die Wasserkraft zum Antrieb eines Schwanzhammers. Ein kleineres Wasserrad betreibt den Blasebalg an der Esse. In der Schmiede befinden sich zudem, elektrisch über Transmission angetrieben, ein Schleifstein, ein Federhammer und ein Fallhammer aus der Zeit um 1890 bis 1930. Die „Kiepe“, eine ehemalige Kleinschmiede in Fachwerkbauweise, ergänzt an historischer Stelle auf dem Gelände des Hammers das Ensemble und dient heute als Ausstellungsraum.

Fünf „Rheinisch-Bergische Empfehlungen“ und ein „Märkischer Tipp“:

8. Schloss Homburg im oberbergischen Nümbrecht

Homburg hat für das Oberbergische eine ähnliche Bedeutung wie Schloss Burg für das ganze Bergische Land, nicht zuletzt, weil Schloss Homburg ein wichtiges Museum beherbergt, das gewissermaßen ‚Oberbergische Landesmuseum‘. Dieses wurde wie der ganze Schlossbereich in den letzten Jahren sehr gut und sehr sehenswert neugestaltet. www.schloss-homburg.de Öffnungszeiten April bis Oktober: Di.-So. 10 - 18 Uhr; Do. 10 - 20 Uhr. Es läuft nur noch bis zum 24. Juli die Neue und bisher größte Sonderausstellung „bzzzzz… viel Fliegen“ zur faszinierenden Welt von Stubenfliege, Stechmücke & Co. Wir mögen diese Vielflieger nicht. Diese rächen sich, indem sie uns lästig und gefährlich werden. Schauen Sie schon mal in die Homepage des Museums!

Am Sonntag, 17. Juli, findet um 12.00 Uhr eine exklusive Mittagsführung durch die Ausstellung statt. Geführt von der Museumspädagogin Birgit Ludwig-Weber erhalten Interessierte informative Einblicke der besonderen Art. Dabei wird das Thema Fliegen literarisch, künstlerisch und musikalisch aufgearbeitet – ein Perspektivwechsel, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kulturhappens in bislang weitgehend unbekannte Welten entführt und ihnen diese näherbringt. Nach der Führung können Sie sich mit einem Getränk und einem kleinen Imbiss stärken. Da die Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt ist, wird um Anmeldung unter 02293 9101-71 gebeten. Der Kostenbeitrag ist 10.00 Euro pro Person inklusive Eintritt, Führung und Imbiss.

9. Pulverindustrie im Bergischen Land - Die Villa Ohl - Am Sonntag geöffnet von 14 bis 17 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr – Neue Sonderausstellung

Das Pulvermuseum in der Villa Ohl befindet sich seit Jahresbeginn in der Trägerschaft unseres Partners, des Heimat- und Geschichtsvereins Wipperfürth. Die Ausstellung wurde aktualisiert und modernisiert

Am Sonntag erstmalig die Sonderausstellung „Die Herstellung des Schwarzpulvers in historischen Graphiken“

Bis zum 18. Dezember 2016 zeigt das Bergisch-Märkische Pulvermuseum in Diele und Treppenhaus von Haus Ohl diese Sonderausstellung. Der Bilderbogen spannt sich von Darstellungen der „Läuterung“ des Salpeters sowie der Verdichtung und Körnung des Pulvers aus dem Jahr 1672 bis zu didaktischen Schautafeln aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Besondere „Hingucker“ sind die 16 Tafeln aus der „Encyclopédie“ von Denis Diderot und Jean-Baptiste d‘Alembert aus dem Jahr 1762. Diese bieten exakte Konstruktionszeichnungen der zur Pulverherstellung dienenden Apparaturen. Vergleicht man diese mit den in der neu gestalteten Dauerausstellung präsentierten Fotos der Ohler und Krommenohler Betriebsstätten von 1932, so erkennt man, dass sich in gut 150 Jahren kaum etwas in den Produktionsvorgängen und -einrichtungen änderte.

Zu Sonderführungen und geführten Wanderungen siehe www.pulvermuseum.info

In der Dauerausstellung werden auf einem großen Bildschirm Präsentationen zu wechselnden Themen gezeigt und in Tischvitrinen Original-Dokumente aus der Zeit der Pulvermüller ausgestellt. Fachkundige Mitarbeiter vermitteln Ihnen Informationen zur Pulverproduktion.

Die Bergische Pulverindustrie war eine heute aus dem kollektiven Geschichtsgedächtnis fast verschwundene, aber bis ins 20. Jahrhundert hinein wichtige Industrie sowohl im Bergischen wie im Märkischen. In der zweihundert Jahre alten „Villa Ohl“ wird sie Ihnen präsentiert. In der Villa lebten Familienangehörige der Pulverfabrikanten Cramer und Buchholz. Diese bestimmten das Wirtschaftsgeschehen der Region, was dieser den Spitznamen „Das Königreich Buchholz“ einbrachte. Sogar Kaiser Wilhelm II. kehrte auf seiner Fahrt durch das Bergische Land am 16. Oktober 1913 hier ein. Das Museum zeigt die gefährliche Arbeit in den Pulvermühlen und den Glanz und Verfall einer einst bedeutenden Industrie.

Immer am 1. Sonntag im Monat um 16 Uhr Führung zu den Relikten der Pulverindustrie beim Neuenhammer (Treffpunkt Museum) Information: pulvermuseum.info (sehr informative, aktuelle Fotos! Aktuelles, Mühlentag); www.hgv-wipp.de , dort: „Vierteljahresblätter“, Vierteljahresblatt Nr. 134 und Nr. 141; www.roensahl.de/pulvermuseum-ohl.html; www.wipp.qr-nrw.de/index.php?id=33.de Villa Ohl: Sauerlandstraße 7; Wipperfürth-Ohl.

10. Als „Bergisch-Märkischer Tipp“ das Freilichtmuseum Hagen - das Westfälische Landesmuseum für Handwerk und Technik   

Das Westfälische Freilichtmuseum ist das gleichsam Parallel-Museum zum Bergischen Freilichtmuseum Lindlar. Sie ergänzen sich vortrefflich, liegen in einer sehr schönen Mittelgebirgslandschaft, sind sehr attraktiv und immer aktiv. Sowohl Handwerk und Technik wie die Landwirtschaft erlebten im Zeitalter der Industrialisierung eine rasante Entwicklung und einen permanenten, grundlegenden Wandlungsprozess.

Am Sonntag Kinderfest: Spielen, ausprobieren, selber machen! 12 bis 17 Uhr

Ein spannender und bunter Tag für Kinder rund um das Handwerk und seine Berufe. Großzügig unterstützt vom Förderkreis Westfälisches Freilichtmuseum e. V.

Zum besonderen Angebot gehören in Hagen auch immer „Die leiblichen Genüsse“. Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik. Mäckingerbach, 58091 Hagen. Tel.: 02331-7807-113; www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de; www.lwl.org/LWL/Kultur/LWL-Freilichtmuseum_Hagen/besuch/veranstaltungskalender

11. Gesenkschmiede Hendrichs - LVR-Museum in Solingen - „Ist das möglich?“ Die Mitmach-Ausstellung; www.industriemuseum.lvr.de/de/solingen/solingen_1.html

Am Sonntag um 15 Uhr Extra-Veranstaltungen

Im Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs läuft eine Experimentier-Ausstellung für Kinder, Jugendliche und Familien, ein Rate- und Wissensspiel mit der Vermittlung von spannenden Fakten rund um industrielle Materialien. „Ist das möglich?“ Warum und wodurch sichert der Fahrradhelm, schützt der dünne Pappkarton die Eier und hält der Kaffeefilter das heiße Wasser aus? Informationen und Downloads: www.istdasmoeglich.lvr.de

Jeden Sonntag läuft um 15 Uhr das große Familienquiz. Vater, Mutter, Kinder, Oma und Opa – alle können beim großen Familienquiz in der aktuellen Sonderausstellung teilnehmen. In der Experimentier-Ausstellung können Kinder, Jugendliche und Familien mit Spiel und Spaß die Eigenschaften von industriellen Werkstoffen wie Wolle, Baumwolle, Stahl und Papier mit vielen interaktiven Versuchsstationen testen. Mit skurrilen Geschichten rund um Rekorde und historischen Anekdoten werden die Experimente jeweils in einen größeren Kontext eingebettet. Am Ende der Ausstellung kommen alle zusammen und testen ihr erworbenes Wissen gemeinsam in einem Quiz im Stil einer TV-Show – mit Buzzern, Showmaster und allem Drum und Dran. Das Quiz wird bis zum Ende der Ausstellung am 23. August 2016 jeden Sonntag um 15 Uhr angeboten. . Weitere Informationen und Veranstaltungshinweise unter www.istdasmoeglic.lvr.de. Das LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs ist freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Gesenkschmiede Hendrichs; Merscheider Straße 289 – 297; 42699 Solingen

12. Museum „Achse, Rad und Wagen“ in Wiehl; Sonntag 13 - 17 Uhr

Die heutige „BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft“ wurde 1898 als „Bergische Patentachsenfabrik in Wiehl“ (BPW) gegründet und ist heute einer der weltweit größten Lieferanten für Achsen und ganze Fahrgestelle insbesondere für den Schwerlastverkehr. Seit rund 5500 Jahren gibt es in Europa das Rad, ein unverzichtbarer Faktor für die Entwicklung nicht nur auf unserem Kontinent. Seit die Industrialisierung begann, unsere Welt zu revolutionieren, hatten Maschinen und Fahrzeuge, am Anfang vor allem die Eisenbahn, in einer rasanten Entwicklung immer höhere Geschwindigkeiten und Belastungen zu bewältigen. Ohne eine ebenso rasante Geschwindigkeit bei der Entwicklung von Rädern, Achsen und (Achs-) Lagern hätte sich die Industrielle Revolution buchstäblich nicht vorwärtsgedreht. Das sehr schöne und wichtige Werksmuseum ist auch international einzigartig, denn es zeigt die internationale Entwicklung der Straßenfahrzeuge seit ihrem Beginn, seit der Jungsteinzeit bis heute. Für die Entwicklung seit dem Ende des 19. Jahrhunderts dienen insbesondere die bahnbrechenden Entwicklungen des BPW Bergische Achsen-Konzerns als Beispiel. Besonderes Highlight ist das neue Exponat einer schweren BPW Achse mit Kegelrollenlagern des Lagerherstellers SKF in Schweinfurt aus den späten 1920er Jahren. Vor kurzem wurde die Achse als Schenkung von SKF an BPW übergeben. Sie ist das Ergebnis der frühen Zusammenarbeit zwischen beiden Firmen und hat die weitere Produktentwicklung der BPW entscheidend geprägt. Auch heute arbeiten die Unternehmen noch eng zusammen. Das Objekt befindet sich im Originalzustand und beeindruckt auch nach 90 Jahren mit dem spielend leichten Lauf der Räder.

BPW Bergische Achsen / Museum Achse, Rad und Wagen; Ohlerhammer, 51674 Wiehl. www.achseradwagen.de und www.bpw.de/de/unternehmen/werksmuseum.html; Tel. 0 22 62 - 78-1280; info@achseradwagen.de; Täglich kostenlose Gruppenführungen nach Anmeldung. An Feiertagen bleibt das Museum geschlossen. Eintritt frei. Schmiedevorführungen finden am ersten Sonntag im Monat statt.

13. Oberschlesisches Landesmuseum / OSLM Ratingen

Es laufen die beiden Sonderausstellungen „Heinrich Schulz-Beuthen (1838-1915). Leben - Lebenswerk - Inspiration.“ und „Den Armen und Leidenden zur Hilfe: Mutter Eva - ihr Glauben und Leben.“ Ausstellung zum 150. Geburtstag von Eva von Thiele-Winckler. Und Aktuelle Ausstellung: Für Leib und Seele. Von der Kultur des Essens und Trinkens“: Der größte Teil Oberschlesiens war bis 1919 deutsch, und hier lag das nach dem Ruhrgebiet wichtigste deutsche Industrierevier von Kohle und Stahl. Oberschlesien ist Partnerregion Nordrhein-Westfalens.

Auf mehr als 500 qm und mit rund 1000 Exponaten breitet die Ausstellung ein Panorama mit umfassenden Einblicken in das spannende Thema der Kultur des Essens und Trinkens aus, das jeden von uns betrifft und auch für Kinder sehr gut präsentiert wird. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich regional unterschiedliche Eigenarten und Vorlieben, Ess- und Ernährungskulturen entwickelt. Ob Dreschmaschine, Kochhexe, Eisschrank oder andere längst in Vergessenheit geratene Küchenhelfer und Maschinen - vieles von dem, was in früheren Zeiten zum Anbauen, Ernten, Kochen, Backen, Rühren, Einmachen, Einlegen, Einfrieren, Mixen, Entkernen, Rösten, Mahlen usw. verwendet wurde - zeigt diese Ausstellung. Mit dieser kulturgeschichtlichen Betrachtung entwirft das OSLM ein lebendiges Gesamtbild - erstmalig für Schlesien und in den Grundzügen auf das Rheinland übertragbar. Ausgewählte Objekte laden ein zum Anfassen und Experimentieren. Begleitend und an die unterschiedlichen Jahreszeiten angepasst, gibt es Führungen, Workshops und Aktionstage mit kleinen Verkostungen und praktisch-kreativen Programmteilen. (Bis 15. Oktober)

Oberschlesisches Landesmuseum (OSLM); Bahnhofstraße 62, 40883 Ratingen (Ortsteil Hösel), Tel. 0 21 02 - 96 50, www.oberschlesisches-landesmuseum.de

Mit freundlichen Grüßen, man sieht sich

Ihr Hans Joachim de Bruyn-Ouboter; Vorsitzender des Bergischen Ring e.V.

 

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